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Donnerstag, 26. April 2018
150 Jahre bei den Sozialdemokraten PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Martin Knecht   
Samstag, den 07. Juni 2014 um 00:00 Uhr

SPD Lauingen ehrt verdiente Mitglieder und schaut auf die Wahlen zurück

Auf der Mitgliederversammlung der SPD Lauingen wurden verdiente Mitglieder für ihre langjährige Zugehörigkeit geehrt. Daneben diskutierten die Genossen bei der gut besuchten Versammlung am vergangenen Donnerstag im Hotel „Kannenkeller“ die Ergebnisse der vier Wahlen, die im letzten Dreivierteljahr stattgefunden haben.

Wahlkampfabschluss

V.l.n.r.: Fraktionsvorsitzender Markus Stuhler, die drei jeweils für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrten Josef Beuchler, Werner Glaß und Rolf Hitzler sowie Kreis- und Ortsvorsitzender Dietmar Bulling.
(Foto: SPD Lauingen)

Ortsvorsitzender Dietmar Bulling erinnerte zunächst an die Zeit 1963/64: in dieser Zeit des Wandels seien viele neue Mitglieder in die SPD eingetreten. Unter der Ägide des legendären Kreis- und Ortsvorsitzenden Richard Janka, der zur damaligen Zeit einer von vier SPD Stadträten in Lauingen war, waren Josef Beuchler, Werner Glaß und Rolf Hitzler zur SPD gekommen. Bulling ehrte die drei Genossen jeweils mit einer Urkunde und der goldenen Ehrennadel der Sozialdemokraten für 50 Jahre Mitgliedschaft.

In seinem Rückblick auf das letzte Dreivierteljahr ging Bulling zunächst auf die erfolgreichen Kommunalwahlen ein: Bürgermeister Wolfgang Schenk wurde mit ca. 63 % der Stimmen für eine dritte Amtszeit wiedergewählt. Bei der Wahl zum Stadtrat hat die SPD einen Sitz dazugewonnen – nun sind es acht – und freuen sich, dass sie die stärkste Fraktion im neuen Stadtrat sind. „Stärkste Kraft war die SPD seit Anfang der 70iger Jahre nicht mehr im Lauinger Stadtrat“, freute sich Bulling. Die SPD stellt zukünftig mit Ute Vincon und Irmgard Daub zwei von insgesamt drei Stadträtinnen unter den 24 Räten. Bemerkenswert war das Ergebnis der fünf Jusos auf der Lauinger SPD Liste: Insgesamt erzielten die fünf jungen Wilden mit ihrem engagierten Wahlkampf, u.a. auf facebook, zusammen fast 5.000 Stimmen, „ohne die die SPD den zusätzlichen Stadtratssitz nicht hinzugewonnen hätte“, so Bulling. Einmalig ist, dass die SPD nun den ersten und den zweiten Bürgermeister stellen in Lauingen.

Im Hinblick auf den Landtagswahlkampf vor neuen Monaten lobte Bulling nochmals die sehr gut besuchte Wahlkampfveranstaltung mit Spitzenkandidat Christian Ude im Bierzelt des Kannenkellers. Die Bundestagswahl brachte für die Sozialdemokraten nicht unbedingt das Wunschergebnis. „Nach dem viel beachteten Mitgliederentscheid zur Großem Koalition leisten nun jedoch die SPD Minister den größten Teil der Arbeit“ strich Bulling heraus. Bei der kürzlich erfolgten Europawahl hob Bulling den Stimmenzuwachs der SPD hervor.

 

„Das Tagesgeschäft im Stadtrat läuft“, stellte Fraktionsvorsitzender Markus Stuhler fest. Die Sozialdemokraten wollten in dieser Wahlperiode ähnlich viele Wahlziele umsetzen als in der letzten Periode. Aktuell laufe die Sanierung der Decke und des Sportbodens in der Stadthalle an. Die herausragenden Investitionen von SAME und Sto in ihre Firmenerweiterungen müssten weiter begleitet werden. So hatte der Bauausschuss aktuell zwei Tage zuvor den entsprechenden Bebauungsplan für die SAME Erweiterung beschlossen. Unter Beachtung der weiteren Konsolidierung des Haushaltes müsse u.a. die Sanierung des Kindergartens St. Martin und der Altstadt vorangetrieben werden, z.B. am „Hirsch“- oder am „Schimmel“-Areal. Auch im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ seien noch einige Aufgaben zu bewältigen.

Stadtrat Walter Gruber widersprach der kürzlich erneut kolportierten Aussage, dass die Lauinger SPD zur Jahrtausendwende gegen die B16 Umfahrung gewesen sei: „Aber wir waren damals für eine weiter nördlich verlaufende Trasse und gegen den 2002 realisierten Umfahrungsverlauf.“ Die jetzigen massiven Probleme bei der Erweiterung mehrerer Gewerbebetriebe im Industriegebiet rührten von der unglücklichen Trassenführung her, da diese die Stadt durchschneide. Auch ein dreispuriger Ausbau der B16 um Lauingen herum sei aus diesem Grund nicht machbar.

Stadtrat Martin Knecht berichtete von der zusammen mit Gundelfingen betriebenen Planung eines möglichen Gasturbinenkraftwerkes als Kaltreserve zur Stromnetzstabilisierung. „Hier ist es noch ein weiter Weg, bis es hierfür überhaupt eine Ausschreibung der Bundesnetzagentur geben wird. Dann müsste mit PQ Energy der von uns favorisierte Investor hierbei auch zum Zug kommen, aber den ersten Schritt in diese Richtung konnten wir gemeinsam mit den Gärtnerstädtern gehen“, so Knecht. Dies sei eine richtungweisende Zusammenarbeit, da man in Zukunft sicher noch mehr Projekte nur in Kooperation mit der Nachbargemeinde schultern könne.

In der abschließenden Diskussion machte Juso Tim Thomas auf einen echten Skandal in Lauingen aufmerksam: als Rollstuhlfahrer berichtete er sozusagen aus erster Hand davon, dass Behinderte am Lauinger Bahnhof keinerlei Möglichkeit hätten, zu den Zügen zu gelangen. Die Züge halten alle an Gleis 2 und 3. Da es aber keinen Aufzug an der Unterführung gibt und der Gleisübergang vor einiger Zeit von der Deutschen Bahn demontiert wurde, ist es für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte nicht möglich, die Züge zu erreichen. Die Deutsche Bahn verweist lapidar darauf, diese Personengruppe solle in Dillingen zusteigen!

Aus Reihen der SPD Stadträte war zu erfahren, dass dieses Thema in der Vergangenheit mehrfach mit der Deutschen Bahn angesprochen worden war, man jedoch kein zufrieden stellendes Ergebnis erzielen konnte. Fraktionsvorsitzender Markus Stuhler sicherte zu, dieses Thema erneut in den Stadtrat einzubringen, um hier zu einer konstruktiven Lösung mit der Deutschen Bahn zu kommen.

 

 

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