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Montag, 21. Mai 2018
SPD bestätigt den „geborenen“ Kreisvorsitzenden Dietmar Bulling PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Martin Knecht   
Samstag, den 15. Juni 2013 um 00:00 Uhr

Unterbezirksparteitag und Wahlkampfauftakt der Genossen in Lauingen

SPD UB Vorstand

Neuwahlen bei der Kreis SPD (v.l.n.r.): Bürgermeister Wolfgang Schenk (Lauingen), Bezirkstagslistenkandidat Martin Knecht (Lauingen), Dietmar Bulling, Landtagslistenkandidat Wolfgang Konle, Jürgen Hartshauser, Landtagskandidatin Mirjam Steiner, Jan Waschke, Edeltraut Bichler, Werner Herbig, Jonas Schmid.

Die Landkreis SPD traf sich am Samstagvormittag zum Kreisparteitag im Laudoniaheim in Lauingen. Dabei wurde der amtierende Kreisvorstand von den Delegierten für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt. Zum Auftakt in die heiße Phase der Wahlkämpfe für die drei bevorstehenden Wahlen im September trat ein für viele unerwarteter Gastredner auf: der zurückgetretene Bezirksvorsitzende Harald Güller (Neusäß) stellte sich den Delegierten und stimmte sie auf die Auseinandersetzung mit den politischen Gegnern ein.

Zu Beginn bedankte sich Kreisvorsitzender Dietmar Bulling bei allen anwesenden Abgeordneten, Mandatsträgern und ehrenamtlichen Mitarbeitern aus den Ortsvereinen für ihre teilweise jahrzehntelange Arbeit. Bulling berichtete als nachhaltig beeindruckter Vorort-Teilnehmer von einem imposanten Festakt zum 150-jährigen Bestehen der SPD in Leipzig. Zu Recht habe Bundespräsident Joachim Gauck die Genossen als „stetige Verteidiger der Demokratie in Deutschland“ bezeichnet und u.a. an die berühmte Rede von Otto Wels zum nationalsozialistischen Ermächtigungsgesetz vor genau 80 Jahren erinnert. Stellvertretend für die in den letzten zwei Jahren verstorbenen Genossen gedachte die Versammlung dem langjährigen Gundelfinger Ortsvorsitzenden Wolfgang Lutzmann mit einer Gedenkminute. Lutzmann war für viele Jahre Kreis- und Stadtrat und hatte die über 100-jährige Geschichte der SPD in Gundelfingen in einer bemerkenswerten Chronik aufgearbeitet. Bulling zeigte sich überzeugt, „dass die Erfolgsgeschichte von inzwischen 9 von 16 sozialdemokratischen Ministerpräsidenten bei den bevorstehenden Wahlen fortgesetzt wird.“ Entsetzt zeigte sich Bulling in seinem Rechenschaftsbericht darüber, dass sich die CSU angesichts der Beschäftigungsaffäre „wohl alles erlauben könne“, wenn selbst diese Vorkommnisse den stabilen Umfragewerten der Regierungspartei nichts anhaben könnten. Umso mehr gelte es für die SPD, „Politik für die Mehrheit der Menschen zu machen“, um die Wähler von der besseren Alternative zu überzeugen. Personell sieht Bulling die Genossen mit ihren Kandidaten gut aufgestellt: Gabi Fograscher und Mirjam Steiner seien auf der jeweiligen Liste gut platziert. „Mirjam Steiner stellt für den Wähler eine junge, dynamische Alternative zu den beiden amtierenden Landtagsabgeordneten dar, die im Gegensatz zu ihren Wettbewerbern von Affären völlig unbelastet ist!“ Bulling lobte des Weiteren Landtagslistenkandidat Wolfgang Konle sowie die beiden Bezirkstagskandidaten Thomas Weigel und Martin Knecht für ihren engagierten Einsatz im Wahlkampf.

Bundestagsabgeordnete Gabi Fograscher (Nördlingen) ermutigte die Genossen in ihrem Grußwort dazu, um den Wahlsieg in Bayern zu kämpfen: „Trotz anderer Umfragewerte: es ist knapp und noch ist alles drin!“ In der Bundespolitik kritisierte die nordschwäbische Abgeordnete massiv die „miese Bilanz“ der momentanen Bundesregierung: Schwarz-gelb greift zwar ständig die Themen von Rot-Grün auf, setzt sie dann aber nicht konsequent um. Als aktuelles Beispiel nannte Fograscher die am vergangenen Freitag im Bundestag erfolgte, mehrheitliche Ablehnung der Mietpreisbremse. In der Europapolitik plädierte die schwäbische Spitzenkandidatin für Wachstumsperspektiven für die südeuropäischen Länder, um v.a. den zahlreichen jungen Arbeitslosen in diesen Ländern wieder berufliche Chancen zu bieten.

Harald GuellerHarald Gueller

Den unbestrittenen, rhetorischen Höhepunkt des Parteitages stellte das Grußwort des wegen der Beschäftigungsaffäre zurückgetretenen Bezirksvorsitzenden Harald Güller dar. Er bekannte frank und frei: „Ich war zu doof, zu erkennen, dass mein Stiefsohn nach meiner Heirat mit meiner zweiten Frau mein Schwager geworden war. Meine persönliche Maßstäbe haben mich daher selbst zum Rücktritt gezwungen.“ Allerdings unterscheide ihn genau diese Konsequenz von den nordschwäbischen CSU-Abgeordneten. Für dieses offene Wort erhielt Güller lang anhaltenden Beifall der Delegierten. Güller skizzierte die Schwerpunkte der SPD für den Landtagswahlkampf: längerfristige Bildungskonzepte, v.a. eine flächendeckende Ganztagesschule, ein gesetzlicher Mindestlohn und ein verbindliches Tariftreuegesetz bei öffentlichen Ausschreibungen. Güller zeigte sich überzeugt, dass Mirjam Steiner in den Landtag kommen könne. Er forderte von den Dillinger Genossen: „Unterstützt Mirjam Steiner, unterstützt Christian Ude, unterstützt Peer Steinbrück!“

Mirjam SteinerMirjam Steiner

Landtagskandidatin Mirjam Steiner (34) dankte ihren Vorrednern für die Vorschusslorbeeren, aber auch all denen, die sie an die Politik herangeführt hätten „und sie hätten machen lassen“. Immerhin beschäftige sie sich nun schon „ihr halbes Leben mit Politik“ und sei schon 16 Jahre Ortsvorsitzende im Bachtal. Steiner bedankte sich des Weiteren beim „geborenen“ Kreisvorsitzenden Dietmar Bulling, dass er seine Arbeit zwei weitere Jahre weiter mache und so den Kandidaten die Möglichkeit biete, sich ganz ihren bevorstehenden Herausforderungen zu widmen. Die Syrgensteinerin stellte ein „gerechteres und sozialeres Bayern“ in den Mittelpunkt ihrer inhaltlichen Ausführungen.

Schatzmeister Werner Herbig (Wertingen) berichtete der Versammlung von einem erfreulichen Kassenstand. Auf Antrag von Kassenrevisor Dieter Schleifer (Wittislingen) wurde der Schatzmeister und die gesamte Vorstandschaft einstimmig entlastet. Der Dillinger Ortsvorsitzende Hubert Probst leitete die Neuwahlen des Vorstands, der Beisitzer und Revisoren sowie diverser Delegierter für die verschiedenen Parteitage.

 

Der neue Kreisvorstand der SPD:
Kreisvorsitzender: Dietmar Bulling (Lauingen);
Stellvertreter: Mirjam Steiner (Syrgenstein), Jürgen Hartshauser (Gundelfingen), Jan Waschke (Höchstädt);
Schatzmeister: Werner Herbig (Wertingen);
Schriftführer: Edeltraut Bichler (Wertingen);
Kassenrevisoren: Eugen Schmidt-Greese, Norbert Jennewein,
Beisitzer: Markus Stuhler (Lauingen), Norbert Jennewein (Lauingen), Eberhard Schaufelberger (Bächingen), Jonas Schmid (Lauingen, Juso-Vertreter), Rainer Burggraf (Lutzingen), Wolfgang Konle (Höchstädt), Otto Hontrich (Wertingen), Jürgen Menzel (Wittislingen), Roman Schnalzger (Gundelfingen), Hans-Jürgen Weigl (Dillingen), Bernhard Wiedemann (Bissingen).

 

Fotos: © 2013 SPD Lauingen

 

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